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2. Internationaler Kurs für Blockflöten-Ensemblespiel, Lucca 2004Musik und Sightseeing konnten die Teilnehmer des ‚2.Internationalen Kurses für Blockflöten-Ensemblespiel' über die Ostertage im malerischen Lucca in der Toskana auf angenehme Weise verbinden: Vom 8. bis 12. April trafen sich Blockflötenspieler und -spielerinnen aus Italien, England, Deutschland und Schweden, um unter der Leitung von Rachel Gregory (England) und Celestino Dionisi (Italien) Ensembleliteratur vom Barock bis zur Moderne zu erarbeiten und die durchaus unterschiedlichen musikalischen Auffassungen dieser beiden Kulturkreise kennenzulernen. In der ‚Casermatta San Colombano', einem Teil der alten Stadtbefestigung, fanden vormittags die Ensembleproben und abends öffentliche Konzerte der Dozenten, Kursteilnehmer und von Mitgliedern des zeitgleich zusammengekommenen ‚Orchestra Italiana di Flauti dolci' statt. Die Nachmittage standen bei überwiegend freundlichem Wetter für touristische Unternehmungen zur Verfügung, wobei sich neben der Erkundung des historischen Lucca z.B. Ausflüge nach Florenz, ins nahegelegene Pisa oder den Küstenort Viareggio anboten. Wahlweise war aber auch zusätzliche musikalische Betätigung möglich, was zumindest für den einzigen verregneten Kurstag eine willkommene Alternative darstellte. Der Kurs richtete sich in seiner Literaturauswahl an Amateurspieler mittleren Niveaus. Da die ca. 15 Teilnehmer auch durchweg diese Vorgabe erfüllten, war von Anfang an ein bereicherndes, keinen der Mitspieler überforderndes Arbeiten möglich. Lediglich Gemiani's ‚Concerto grosso' für SATTB wurde zwar mit Elan gespielt, konnte in der Kürze der Zeit aber nicht ganz bis zur Konzertreife gebracht werden. Dank des gastfreundlichen Empfanges und des überschaubaren Teilnehmerkreises verlief der Kurs bereits vom ‚Welcome-Dinner' am Vorabend an in einer sehr familiären und herzlichen Weise. Nicht nur zum Musizieren, sondern auch zu gemeinsamen Mahlzeiten und toskanischem Wein fand man sich bei Celestino und Ambra sowie in verschiedenen, landestypischen Trattorien in fröhlicher Stimmung zusammen. Kleine sprachliche Schwierigkeiten wurden dabei durch munteres Hin- und Herübersetzen zwischen Italienisch, Englisch und Deutsch gelöst. Eine zusätzliche Bereicherung bildete der Besuch des italienischen Flötenbauers Pietro Sopranzi. Die Auswahl der Instrumente, die er mitgebracht hatte, gab reichlich Gelegenheit zum Ausprobieren und Fachsimpeln. Insbesondere überraschte eine klappenlose Tenorflöte aus Eberesche in A=415 nach Bressan / Denner durch ihren Klang und leichte Greifbarkeit; sie erwies sich als deutlich kürzer als ein Küng Superio Tenor in A=440! Ein öffentliches Konzert und anschließendes gemeinsames Abendessen aller Teilnehmer und ‚Orchestra'-Mitglieder beendete den Kurs am Ostermontag. Neue Freundschaften und viele Anregungen für die weitere Arbeit in den heimischen Ensembles waren der Lohn kurzweiliger und erlebnisreicher Tage. Ein besonderer Dank gilt dafür - neben den beiden Dozenten - Ambra Topazzini für ihre freundliche Fürsorge und Paolo Faeti für die sorgfältige Vorbereitung, Organisation und den Pausenkaffee! Sven Hoja |
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